Dienstag, 28. Februar 2017

Fifty Shades Darker -Vegleich / Rezension Buch und Film-

Fifty Shades Darker 
-Vegleich / Rezension Buch und Film-


Buch


Autor: E L James, Mutter von zwei Kindern und ehemalige Angestellte eines TV-Senders in London. Ihre "Fifty Shades of Grey"- Trilogie erschien zunächst in einem kleinen australischen Verlag und wurde durch reine Mundpropaganda zu einem der sensationellsten Internationalen Bucherfolge der letzen Zeit. Die Übersetzungsrechte wurden in über 40 Länder verkauft. E L James wohnt in London.
Seiten: 603
Preis: 9,99€ (Taschenbuch)

Kaufen? Hier!

Erscheinung: 2011 bei The Writer's Coffee Shop Publishing House, Australia,
Deutsche Erstausgabe Sempember Wilhelm Goldmann Verlag, München

Deutsche Übersetzung von Andrea Brandl und Sonja Hauser

Klappentext:

 Verunsichert durch die gefährlichen Leidenschaften und dunklen Geheimnisse ihres Liebhabers Christian Grey, bricht Ana Steele ihre Beziehung zu dem attraktiven jungen Mann ab und versucht wieder ein ruhiges Leben zu führen. Aber Anas Verlangen nach Christian ist ungebrochen, so sehr sie dies auch zu verleugnen sucht. Als Christian vorschlägt, sich wenigstens noch ein einziges Mal mit ihr zu treffen, willigt Ana daher sofort ein – und beginnt erneut eine Affäre mit ihm. Eine höchst gefährliche Affäre, in der sie immer wieder Grenzen überschreitet, in der sie aber auch mehr über die Vergangenheit von Christian erfährt - eine Vergangenheit, die ihn zu einem ebenso verletzlichen wie faszinierenden Mann gemacht hat, der seitdem mit seinen inneren Dämonen kämpft. Gleichzeitig sieht sich Ana der Eifersucht der Frauen gegenüber, die vor ihr Christians Liebhaberinnen waren. Und sie muss die wichtigste Entscheidung ihres Lebens treffen. Eine Entscheidung, bei der ihr niemand helfen kann ...

Story 

Wer mich kennt weiß, wie sehr ich die Shades of Grey- Trilogie liebe und schätze. Auch der zweite Teil fesselte mich seit der ersten Seite. Schon im Prolog lässt sich ableiten, worauf im Buch der Fokus liegt: Christians dunkele Vergangenheit. Die Ursprünge seines fassettenreiches Charakters und sexuellen Vorlieben.
 Das Grey BDSM in seinem "Spielzimmer" mit von ihn ausgewählten unterworfenen Frauen praktiziert, wissen wir ja bereits aus den ersten Teil der Reihe. Auch, dass Christian es anscheinend in seinem Leben braucht. Genauso wie er Anastasia braucht. Die erste Frau, für die er jemals etwas wie Liebe und Vertauen empfindet. Doch für Ana ist all dies eine komplett andere Welt und kann die Sadistischen Eigenschaften ihres Geliebten nicht nach vollziehen, weil Christian sich ihr noch nicht geöffnet hat. Doch kann Christian für Ana auf sein ursprüngliches, von und für ihn perfektioniertes Leben verzichten? Für die Liebe zu ihr? 

In Fifty Shades of Grey-  Gefährliche Liebe werden Christians Geheimnisse gelüftet. Er will mit offenen Karten eine Beziehung mit Anastasia eingehen. Ohne Regeln und ohne Geheimnisse. 


Kritik 


Dadurch, dass man Einblicke in Anas Arbeitsleben und Alltag bekommt, wird ihrem Charakter noch mehr Tiefe verliehen. Auch ihr Freundeskreis und Familie bekommt eine größere Rolle. In meinen Augen machte sie auch eine Entwicklung durch und wurde unabhängiger und selbstbewusster. Das merkte man teilweise auch am Umgang mit Christian. Oft antwortete sie ihm frech und war vorlaut, zu Christians Vergnügen. 
Auch Christian macht auf ernst und versucht, sich für Anastasia zu ändern und über seinen Schatten zu springen. Er lässt zum ersten Mal eine Person so tief in seinen Verstand blicken und vertraut ihr. So lässt er sich sogar auf ein Treffen mit Anastasia und seinem Psychologen Dr. Flynn ein. Er möchte, dass sie ihn versteht und andersrum.
 Für den Leser ist es oftmals eine Achterbahn der Gefühle. Sehr gefühlvoll und erotisch auf einer Seite, dramatisch und spannend auf der anderen. Für mich hat E L James die perfekte Mischung getroffen und mich zutiefst begeistert. Einer meiner liebsten Eigenschaften der Reihe, sind die SMS und E-Mail Verläufe zwischen den Beiden. Sie lassen das Geschehen noch lebendiger wirken und brachten mich an vielen Stellen zum schmunzeln. Auch die Tatsache, dass Anas "Innere Göttin" stehts eine Rolle im Geschehen hat. 
E L James arbeitete mit einer größeren Vielfalt an Charakteren in der Geschichte die aber alle entweder zu Christian oder Ana gehörten und Teil des Geschehens waren. Sie haben auch alle (obwohl es oft nur oberflächlich ist) wiedererkennbare Charakterzüge und Verhaltensweisen. So entstand mehr Abwechslung in der Handlung.
Was ich auch sehr an der Trilogie mag, ist das "Feeling" beim lesen. Denn, wie schon gesagt, ist die Handlung genauso fassettenreich wie Grey persönlich. Und wenn es nicht gerade actiongeladen vorgeht, ist das Buch sehr entspannend und man vertieft sich in die Geschichte. Man merkt gar nicht, wie viel oder lange man liest. Ich habe mir immer viel Zeit genommen, das Licht gedämmert, am Besten auch noch den Tee "Earl Grey" getrunken und Musik im Hintergrund spielen lassen. Denn im Buch werden an bedeutenden Stellen oft Songtitel eingebracht, die die Protagonisten hören. Diese Lieder sind immer sehr passend zu Szene und erzeugen  eine magische, einzigartige Stimmung. Sie lassen mich aber auch das Geschehen noch besser vorstellen und ich fühle mich, als wäre ich Zeuge des Geschehens. Die Musik ist haupsächlich Klassisch und lenkt somit auch nicht ab sondern unterstreicht die Handlung 
Hier ein Link zur kostenlosen Playlist der Songs auf Youtube,
und hier zum Album (für 7,95€).


Film


 Regie: James Foley
Erscheinung: 2017
Drehbuch: Niall Leonard


Besetzung


Dakota Johnson (© Getty Images) als Anastasia Steele 


Jamie Dornan © cargocollectiverals  Christian Grey



 Rita Ora (© Rex Features)als Mia Grey








...

Kritik

Der Film Fifty Shades of Grey - Gefährliche Liebe hat mir im großen und ganzen im Kino ganz gut gefallen. Es wurden Emotionen und Spannung erzeugt und die Schauspieler überzeugten. Doch einige Stellen haben fand ich enttäuschend und schlecht umgesetzt.
Zunächst muss man sagen, dass die unerklärlichen Wendungen selbst mich als jemanden, der das Buch gelesen hatte, komplett verwirrten. Sodass ich mich frage, ob welche, die das Buch nicht gelesen hatten, die Handlung nachvollziehen konnten. Viele Szenen, die für mich persönlich an Bedeutung haben und wichtig für die Handlung waren , wurden entweder direkt ausgelassen oder so umgeschrieben, dass sie fast nicht wieder zu erkennen waren. 
Zudem kommt noch, dass viele Szenen unnötig dramatisiert wurden und nicht den typischen Shades of Grey Fler. Auch die Sexszenen, die im Buch eine große Rolle spielen wurden in meinen Augen schlecht umgesetzt. So sind die Szenen wo es mal richtig zur Sache geht nur sehr kurz und es wird kaum oder wenig Haut gezeigt. Was zum einen wahrscheinlich an der Altersbegrenzung liegt. Doch da hätte man den Film lieber richtug umsetzen und dann ab 18 freigeben können. Denn das was man sah war oft gewöhnlicher "Blümchensex" manchmal mit SM Elementen. 
Besonders die letzte Sexszene verlor im Film an Bedeutung und Verständnis der Beziehung von Christian und Anastasia. 
Der Film wurde an einigen Stellen sehr Thrillerartig umgesetzt und erzeugte somit eine dauerhafte Spannung. Trotzdem waren traumhaft romantische Szenen dabei, die die beiden Hauptdarsteller fabelhaft spielten.Auch Kulissen und Kostüme  überzeugten mich sehr.
Nach dem Film bleiben immernoch viele Fragen über Greys Psychologie und Vergangeheit offen die im Buch zum Beispiel durch seinen Psychologen Dr. Flynn im  beantwortet werden. 
Doch trotz der Kritik habe ich den Film genossen, was auch zum einen an den wunderbaren Soundtrack und den Schauspielern lag, Denn der Soundtrack war, wie auch beim ersten Teil, absolut passend und von den aktuell beliebten und besten Interpreten gespielt. 
Hier geht's zum Soundtrack (12,90€).


Fazit

Wer ein Erotikfilm erwartet, ist bei diesem Film fehl am Platz. Denn der zweite Teil wurde ein Liebesfilm mit Seifen-Oper ähnlichen Szenen. Dennoch ist der Film sehenswert. Wer aber den Film noch nicht gesehen hat und auch nicht unbedingt vor hat, ihn im Kino zu sehen, empfehle ich sehr, dass Buch oder am besten die Trilogie vorher zu lesen. Denn die lohnt sich sehr! 

Freitag, 24. Februar 2017

Rezension Hüter der Erinnerung

                        Rezension Hüter der Erinnerung 



Autor: Lois Lowry
Verlag: dtv junior extra
Erscheinungjahr: 1993 
Seiten: 207
Format: Taschenbuch
Preis: 7,95€
Kaufen? Hier!





Klappentext

Jonas lebt in ferner Zukunft, in einer Welt ohne Not, Schmerz und Risiko. Alles ist perfekt organisiert, niemand muss sich über irgendwas Sorgen machen. Doch als Jonas seinen Beruf zugeteilt bekommt und Nachfolger des "Hüter der Erinnerung" werden soll, erfährt er von diesem, welch hohen Preis sie alle für dieses scheinbar problemlose Leben zu zahlen haben. Völlig aus der Bahn geworfen weigert Jonas sich strikt dieses gefährliche Wissen für sich zu behalten, vor allem nicht seinen kleinen Stiefbruder Gabriel will er ein solches Leben nicht zumuten. Unter lebensgefährlichen Bedingungen erstellt er einen riskanten Fluchtplan. Doch es gibt keinen Weg zurück!

Erster Satz

Der Dezember stand vor der Tür und Jonas bekam es allmählich mit der Angst zu tun.

Zitat

Kapitel 10, Seiten 92 und 93:
Er verstummte für einen Moment und holte tief Luft. „Auf mir lastet ein riesiges Gewicht“, sagte er.
Jonas verspürte plötzlich großes Mitgefühl mit dem Mann.
„Es ist, als ob…“ Wieder machte der Alte eine Pause, um die richtigen Worte zu finden. „Es ist, als führe man einen Berg hinunter, durch tiefen Schnee, auf einem Schlitten“, sagte er schließlich. „Zuerst ist es anregend: die hohe Geschwindigkeit, die beißende, kalte Luft. Doch dann wird der Schnee tiefer, lastet auf den Kufen und man wird langsamer, immer langsamer. Man muss schieben, um weiterzukommen und…“ Plötzlich schüttelte er den Kopf und sah Jonas durchdringend an. „Mein Vergleich sagt dir wohl nicht viel, nicht wahr?“, fragte er.
Jonas war verwirrt. „Ich habe nichts verstanden, Sir.“
„Natürlich hast du das nicht, du weißt gar nicht, was Schnee ist, oder?“
Jonas schüttelte den Kopf.
„Oder ein Schlitten? Kufen?“
„Nein, Sir“, sagte Jonas kleinlaut.
„Den Berg hinunter? Das sagt dir auch nichts?“
„Nichts, Sir.“
„Nun, das wäre ja schon einmal ein Anknüpfungspunkt. Ich habe mich schon gefragt, womit ich anfangen könnte. Geh hinüber zum Bett und lege dich hin, das Gesicht nach unten. Aber zieh zuerst deine Tunika aus.“
[…]
„Schließ die Augen. Entspanne dich. Keine Angst, das hier wird nicht schmerzhaft sein.“
Jonas fiel ein, dass es ihm erlaubt war, ja, dass er sogar dazu aufgefordert worden war, Fragen zu stellen. „Was werdet Ihr tun, Sir?“, fragte er und hoffte, seine Stimme würde nicht verraten, wie nervös er war.
„Ich übermittle dir eine Erinnerung an Schnee“, sagte der Alte und legte seine Hände auf Jonas’ nackten Rücken.

Meine Meinung


das Cover

Ich finde das Cover sehr schön und passend zur Handlung. Es lädt ein, sich das Buch genauer anzuschauen und bekommt seine besondere Bedeutung, nachdem man es gelesen hat.

der Schreibstil

Lowry erschuf eine glaubwürdige und aufregende Zukunftsvorstellung ohne Elemente wie Technik-Schnickschnack. Sie wird in der Sicht des Jungen Jonas kunstvoll beschrieben und fesselt bis zur letzen Seite. Es lässt sich flüssig lesen und macht viel Spaß.

    die Charaktere

Da nur zwei der Figuren sich  in der Geschichte aktiv einmischen, undzwar der Geber und  Jonas, werden diesen beide Personen Tiefe verliehen. Dies macht die Handlung an einigen Stellen sehr einseitig, da Jonas die Dinge oft nur objektiv wahrnimmt. Jonas macht eine nachvollziehbare Entwicklung durch, die einem zum Nachdenken anregt. 

             die Story     

Durch den geringen Umfang des Buches wird die Handlung nicht unterbrochen und ist leicht zu lesen. An einigen Stellen lässt es mich Nachdenken. Zum Beispiel über unsere Gesellschaft und dem Drang, der Perfektionierung. Es lassen sich erschreckender Weise auch Parallelen finden. Wie hoch ist unser Preis zur perfekten Welt? Ist Perfektion das, wonach wir streben? Was macht unser Leben lebenswert?  

Fazit


Das Buch ist in meiner Ansicht für alle Altersklassen geeignet und kann Groß und Klein in seinen träumerischen Bann ziehen. Da es auch sehr schnell lesbar ist, würde ich es jedem an Herz lesen, der sich angesprochen fühlt. 




Empfohlener Beitrag

Astrid Lindren - Ihr Leben